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Der perfekte Release – Wie du Kraft speicherst und im richtigen Moment abgibst

Aug. 8

3 Min. Lesezeit

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Viele Golfer geben die Energie ihres Schwungs zu früh ab – der sogenannte Early Release. Die Folge? Weniger Länge, keine Kontrolle, keine Konstanz. Wer den Release richtig timen will, muss verstehen: Der Release ist kein aktives „Herauswerfen“, sondern das Ergebnis einer guten Abfolge. Hier sind 10 aufeinander aufbauende Schritte, die dir helfen, den Release sauber und kraftvoll zu timen.


  1. Neutrales Setup mit leichtem Vorwärtsdrall Bevor überhaupt Schwung ins Spiel kommt, entscheidet das Setup, ob ein korrekter Release möglich ist. Wer den Ball zu weit vorne hat oder einen schwachen Griff nutzt, zwingt sich selbst zum frühen Release. Die Hände sollten bei Eisen leicht vor dem Ball stehen, bei Driver eher neutral. Dein Griff sollte weder zu stark noch zu schwach sein – die Schlagfläche muss sich natürlich schließen können.

  2. Takeaway: Kein Handgelenkseinsatz, keine Rotation Die ersten 60 cm bestimmen den Rest deines Schwungs. Wenn du die Hände aktiv einsetzt oder das Handgelenk aufdrehst, beginnst du bereits hier mit dem Release. Stattdessen: Lass die Brust die Bewegung führen, halte die Arme „im Dreieck“, und bewege den Schläger mit dem Körper, nicht mit den Händen.

  3. Backswing: Handgelenk erst nach Parallelposition beugen Die Handgelenke sollten erst dann gebeugt werden, wenn der Schaft parallel zum Boden ist – und zwar senkrecht nach oben, nicht durch Einrollen. Das schafft Spannung und speichert Energie, die du erst später im Durchschwung freigibst.

  4. Am höchsten Punkt: Rechter Ellbogen zeigt leicht nach unten, nicht nach hinten Wenn dein rechter Ellbogen absteht, verlierst du die Verbindung zwischen Oberkörper und Armen. Der Ellbogen sollte leicht unter der Schulter und nah am Körper bleiben. So behältst du Kontrolle über die Schlägerposition und kannst ihn in der Transition „von innen“ liefern.

  5. Abschwung beginnt mit dem Unterkörper Wenn du den Abschwung mit den Händen oder Armen einleitest, wirst du den Schläger sofort freigeben müssen. Besser: Starte den Abschwung mit der Hüfte – spüre, wie dein linker Fuß Druck bekommt, während der Oberkörper noch „oben“ bleibt. Diese Trennung ist das Geheimnis für späten Release.

  6. Lag halten: Schaft bleibt im Winkel zur Führungsarm Die Winkel zwischen linkem Arm und Schaft sollten bis weit in den Abschwung hinein bestehen bleiben. Wer sie verliert, verliert auch die Power. Achte darauf, dass der Schläger erst kurz vor dem Treffmoment freigegeben wird – die Hände sollten noch „vor dem Ball“ sein, wenn der Schaft fast waagrecht zum Boden steht.

  7. Von innen liefern: Rechter Ellbogen vor die Hüfte Nur wer den Schläger von innen bringt, kann den Release verzögern. Wenn du „über den Top“ kommst, bist du gezwungen, früh loszulassen, um den Ball überhaupt zu treffen. Achte darauf, dass dein rechter Ellbogen an der rechten Hüfte vorbeiführt und der Schläger von innen auf den Ball zielt.

  8. Druck auf dem vorderen Fuß – vor dem Release Der Release beginnt erst, wenn dein Gewicht vollständig vorne ist. Wer noch auf dem hinteren Fuß hängt, wird automatisch früh loslassen. Spüre den Boden unter deinem linken Fuß, drück ihn aktiv in den Boden – dann erst darf der Schläger durch die Impact-Zone peitschen.

  9. Der Release passiert – er wird nicht gemacht Viele Spieler versuchen, den Schlägerkopf „durchzuschlagen“. Das ist ein Denkfehler. Ein richtiger Release fühlt sich passiv an – der Schläger wird durch die Sequenz beschleunigt, nicht durch Muskelkraft. Wenn du alles bis hierher richtig gemacht hast, passiert der Release automatisch.

  10. Volle Streckung nach dem Treffmoment Ein gutes Zeichen für einen korrekt getimten Release: Beide Arme strecken sich nach dem Treffmoment. Wer zu früh streckt, trifft fett oder toppt den Ball. Der Schaft sollte kurz nach dem Treffmoment auf dein Ziel zeigen, der Körper dreht weiter – keine starre Endposition, sondern fließende Bewegung.

Fazit Der Release ist kein isolierter Teil des Golfschwungs, sondern das Resultat einer funktionierenden Kette. Fang beim Setup an, kontrolliere deine Abfolge, und gib dem Release den Raum, zu passieren – nicht den Impuls, ihn zu erzwingen.

Wenn du diese 10 Schritte regelmäßig übst, wirst du merken: Der Ball fliegt weiter, die Treffer werden solider – und das Spiel fühlt sich endlich müheloser an.


Aug. 8

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