
Griffdruck im Golfschwung – warum lockere Hände mehr Länge bringen
vor 4 Tagen
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Einer der am meisten missverstandenen Punkte im Golfschwung ist der Griffdruck. Viele Golfer wissen zwar, dass sie den Schläger locker halten sollen, schaffen es aber nicht – vor allem nicht im Treffmoment, wo es am wichtigsten ist.
Ich sehe regelmäßig Schüler, deren Hände schon beim Ansprechen blau anlaufen, so fest packen sie den Schläger. Das führt zu festen Handgelenken, festen Schultern und steifen Armen – und blockiert jede saubere Bewegung.
Wenn man den Griffdruck auf einer Skala von 1 bis 10 misst (1 = der Schläger fällt raus, 10 = es tut weh), dann solltest du maximal bei 4 liegen. In Wahrheit kann man den Schläger fast nicht locker genug halten.

Warum lockerer Griffdruck so wichtig ist
Nur lockere Hände erlauben:
eine saubere Schulter- und Körperdrehung
ein natürliches Winkeln der Handgelenke
einen flüssigen Übergang in den Abschwung
mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit am Treffmoment
Fester Griffdruck führt fast immer zu einem flachen Rückschwung, wenig Körperrotation und einem Schwungweg von außen nach innen – das klassische Slice-Muster.
So findest du den richtigen Griffdruck
Atme tief ein und aus, bevor du schlägst – das entspannt Hände und Schultern.
Halte den Schläger locker im Setup, so dass er eher in den Fingern liegt, nicht in der Handfläche.
Kombiniere lockere Hände mit Körperdrehung: nur so kannst du in eine weite, stabile Ausholposition kommen.
Im Abschwung: Gewicht früh auf den linken Fuß verlagern, Arme sinken lassen, Hände locker halten. Der Winkel zwischen Schaft und Armen bleibt automatisch erhalten.
Treffmoment und Durchschwung
Im Impact sollten Arme und Schaft eine Linie bilden. Erst danach darf der Schlägerkopf die Hände überholen. So erreichst du maximale Schlägerkopfgeschwindigkeit im richtigen Moment – mit minimaler Anstrengung.
Wichtig: Nach dem Schlag nicht verspannen. Lass die Arme locker, Ellbogen dürfen beugen, der Schläger darf auf der Schulter ablegen. Das gibt dir Länge, ohne dass du dich verrenkst.